Maputo

February 24, 2010

Maputo, ozeanig.
Maputo liegt nicht am Meer, Maputo steht am Meer. Der Himmel wölbt sich über die Stadt, legt sich wie ein Schutzschirm um die Hochhäuser und auf die Strassen. Über die Strassen kriechen die Autos, aus Angst vor der unvermeidlichen Polizeikontrolle und aus Angst vor den Löchern in der Fahrbahn, wenn mal wieder ein Gullideckel fehlt. Gibt es hier in dieser Stadt absonderliche Gullideckel-Sammelleidenschaften?
Trotz des allgegenwärtigen Langsam-Machens ist Schwitzen die Hauptbeschäftigung in Maputo. Und man dankt dem Herrgott für die Erfindung des Schattens. Wahrscheinlich opfern die Bewohner das gesamte Wechselgeld für diese Himmelsgabe, denn beim Bezahlen bekommt man statt der fehlenden Meticais einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem der fällige Rückbetrag per Hand notiert wurde. Solange der Betrag sich umgerechnet im Cent-Bereich befindet darf man diesen Zettel als ein schönes Mitbringsel abschreiben. Mitbringsel aus der afrikanischen Stadt, in der man nachts um 3 Uhr ohne Sicherheitsbedenken durch das Zentrum spazieren kann, denn: der himmlische Schutzschirm ist 24 Stunden am Tag gespannt.

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