Müllüberfall

March 24, 2010

Muell, getrennt
„Deckel hoch, Kunststoff her!“ Milchverpackungen, Plastiktüten, Joghurtbecher. Das sucht der Mann mit der Maske aus den Mülltonnen. Dabei schichtet er das gesamte Müllvolumen einmal um, von einer Abfalltonne in die nächste. Und die gefundenen Kunststoffe wirft er in seinen selbstgebauten Schiebewagen. Sind die Kunststoffe erst einmal raus aus dem Müll, was bleibt dann eigentlich zurück? Naturstoffe?
Auf alle Fälle weiss man jetzt, dass es auch in Johannesburg Mülltrennung gibt, direkt auf der Strasse. Dort hinten kommt auch schon der nächste Maskierte mit Schiebewagen. Er ist der Glasmann. Der hat inzwischen auch in Europa wieder Kolleginnen und Kollegen, die Pfandflaschensammler in den Parks von Berlin. Beide Glassammler sind oft hochspezialisierte Fachleute auf ihrem Gebiet. Die Berliner sind mit Riesentüten oder Einkaufswagen ausgerüstet, haben oft eine Taschenlampe zur Hand, um in die dunklen Ecken der öffentlichen Mülleimer einsehen zu können. Die Johannesburger haben Schiebewägen und tragen Masken. Wobei der Zweck der Masken bisher noch im Dunkeln liegt oder lediglich erahnt werden kann. Gemeinsam bilden die Glassammler ein interessantes Beispiel für eine Spielart der Angleichung von Lebensbedingungen in Entwicklungs- und entwickelten Ländern.

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