Töne Wissen Qualität

Mit diesem Buch ist die südafrikanische Metropole Johannesburg aufgezeichnet. Visuell und textuell und in Ausschnitten, in subjektiven, zufälligen Ausschnitten. Die Zusammenstellung ist damit eine persönliche und kann keine exemplarische sein für das unüberschaubare Johannesburg. Jeder der Johannesburg gesehen hat weiß, in dieser Stadt – wie im ganzen Land Südafrika – gibt es nichts, was als exemplarisch gelten könnte.
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Zwischen 2009 und 2011 lebten Enikö Gömöri und Norbert Herrmann im Bezirk Illovo in Johannesburg. Mit Bus, Bahn, Taxi, Fahrrad, VW Käfer und zu Fuß lernten sie Downtown und Uptown, Townships und Villenviertel, Straßenmärkte und Shopping-Centern kennen. Und Menschen. Enikö Gömöri ist Illustratorin und Grafikerin, Norbert Herrmann ist Schriftsteller und Podcaster und arbeitet als Projektmanager. In Südafrika unterstützte er über zwei jahre eine HIV-Vorsorgeorganisation für Jugendliche und begleitete eine Gruppe von jungen Slammern.
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16 Illustrationen (schwarz-weiss) | 16 Texte (davon 5 in South-African-German-English)
baw_03Weiterführende Links: Buch bestellen | security to go

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Eastern Cape

September 21, 2011

Stoff from Yeoville

August 28, 2011

Fabric

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english“Anything, I got anything you want.”
deutsch So begrüßt Yeoville, schon auf der Strasse, an der Ampel. Jeglichen Stoff könne man dort erwerben. Ja, wir wollen Stoff, Stoff aus dem Kongo. Schönen Stoff. Auf dem Markt kosten zwei Meter 70 Rand, sechs Meter 200 Rand. Direkt vor Ort kann man sich aus diesen psychodelyschen Mustern ein Kleid schneidern lassen, für 250 Rand bei MaRebecca.
english“Thank you, now we got everything we want.”

Mondraub

August 14, 2011

mond, angeknabbert

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deutschWer hat da das grosse Stück Mond abgebrochen? Das gibts doch garnicht! Wahrscheinlich hat der dann die Mondsteine an irgendeinen verrückten Hehler vercheckt, das Geld in einer Woche versoffen und dafür darf die gesamte Menschheit jetzt für immer jede Nacht auf den angeknabberten Mond starren. Sowas gibts nur hier, das ist unglaublich.

Trockenheit

July 17, 2011

Hautcreme

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deutschIm Winter wird es hier trocken, so trocken dass
– landesweit ganze Wiesen und Hügelketten hektarweise abfackeln und Rauchschwaden durch die Städte ziehen
– die Wäsche innerhalb von Minuten trocknet
– die Kollegen auf Arbeit, weiblich und männlich, anstehen um ein wenig Lippencreme abzubekommen.
– die Haut an den Fingerkuppen sich schält
– einem die Nasenhaare einfach ausfallen
– sich die Nachbarn unter uns nicht mehr darüber beschweren, wenn wir das Putzwaser einfach aus dem Fenster schütten.

Wahlkampf

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deutschStattdessen stehst Du da vor der Menge und schaust staatstragend ins Leere, die Faust geballt, nach oben gestreckt, als wärst Du schon in die Regierung gewählt. Und – sobald der Afrikaanse Part der Hymne beginnt hörst Du auf mitzusingen, nimmst Du den Arm herunter, schaust Du nur noch ins Leere.

On the Way to Zimbabwe

June 29, 2011

Limpopo

June 22, 2011

Limpopo streets

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english“Do not take that behavior seriously” his words are trying to calm me down. “I do not mean it, even if it might feel different to you. This is only an intercultural thing.” I take a deep breath. I look down at my feet. I stand on ground, I am connected to earth. “Ok.” Then I smile and look straight. “Do not take that personally” he adds while he raises his hand. “Ok” I keep smiling. He spits into my face, hits me on my ears. Then I feel a kick right between my legs. “This is nothing personal” I hear an echo, my conscience is vanishing, “nothing personal.”